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Nach Münchner Vorbild: Urfahraner Markt nur mehr einmal im Jahr, dafür eine Woche länger?

6. Dezember 2024
in Freizeit
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Mit einer ungewöhnlichen Idee startet Stadtentwickler und LinzPLUS-Frontmann Lorenz Potocnik in die Jahrmarkt-Woche: Geht’s nach ihm, soll das größte Volksfest Österreichs künftig nur mehr einmal im Jahr abgehalten und die Dauer dafür auf zwei Wochen ausgedehnt werden. „Das brächte neben einer enormen Kostenerparnis viele weitere Vorteile, von denen alle profitieren“, so Potocnik. Auch die Sperren und die langen Auf- und Abbauzeiten könnten so minimiert werden.

Alleine mit Auf- und Abbau sind das Marktgelände, das Umfeld und die Radwege  jeweils einen knappen Monat gesperrt oder beeinträchtigt, ebenso wie die Anrainer. Bei den beiden Jahrmärkten im Frühjahr und Herbst zusammen, ist das Gelände in Summe fast zwei Monte lang  in Anspruch genommen. Konzentriert man sich auf einen Termin im Frühjahr, würde der Zeitraum halbiert werden. Und zuletzt würde es auch die Marke stärken – siehe Münchner Oktoberfest. Man könnte damit auch anderen großen Herbst-Volksfesten ausweichen und hätte bei den Fahrgeschäften mehr Auswahl und durch die längere Dauer auch bessere Karten beim Verhandeln. „Jede Sperre, jeder auf- und Abbau kostet enorm viel Geld – und zwar nicht nur ir Schausteller, sondern auch die Stadt“, so Potocnik.

Darüber hinaus denkt Lorenz Potocnik noch viel weiter – in Form einer Absiedlung des Jahrmarktes. Immer wieder gab es die Forderung, das Jahrmarkt- und Veranstaltungsgelände vom Donauufer in Urfahr abzusiedeln und die hochwertige zentrale Fläche sinnvoller zu nutzen. Die Politik zog diese Idee aber nie ernsthaft in Erwägung – auch, weil die nötige attraktive Ersatzfläche dazu fehlte – doch die gäbe es: “Bei der Heizhausstraße stünde eine Fläche zur Verfügung, die größer als das aktuelle Jahrmarktgelände und gut angebunden ist. Es wäre eine mutige Jahrhundertchance”, sagt Lorenz Potocnik.

80.000 Quadratmeter – und damit so groß wie die gesamte Fläche zwischen Nibelungen- und Eisenbahnbrücke nördlich der Donau – ist das von Lorenz Potocnik “entdeckte” Areal, das den ÖBB gehört und früher als Rangierfläche und Lokbahnhof diente, seit rund 20 Jahren aber leer steht.

Über 80.000 Quadratmeter groß – das entspricht zehn Fußballfeldern – ist die relativ zentrale gelegene Fläche bei der Heizhausstraße.

Jahrmarkt, LIDO SOUNDS und andere Events
Die Lage ist in der Tat einzigartig: Es gibt kaum unmittelbare Anrainer, die Mühlkreisautobahn führt direkt vorbei, zur Straßenbahn sind es nur zehn Gehminuten (700 Meter) – und auch der Bahnhof ist fußläufig erreichbar. „Bei einer professionellen Standortüberprüfung gäbe es wahrscheinlich die Höchstpunktezahl“, so Lorenz Potocnik.

Das Ziel hinter dieser Idee: Mit der Übersiedlung des Veranstaltungsareals könnte die derzeitige hochwertige Jahrmarktfläche endlich freigespielt werden für eine echte Umgestaltung. Auch Events wie das LIDO SOUNDS hätten hier mehr als genug Platz. Vor allem aber: Während das Jahrmarktareal von Anrainern geradezu „umzingelt“ ist, gäbe es hier keinerlei Probleme. Die Fläche ist so groß, dass sogar ein Teil davon als Bus- und Besucherparkplatz angelegt werden könnte.

Lorenz Potocnik: „Bevor das Areal von der ÖBB anderweitig verwertet oder verkauft und verbaut wird, sollte die Stadt aktiv werden und die Chance nutzen.“

„Letzte Chance für einen großen Wurf“
Daneben wäre sogar noch Platz für zwei Sportplätze, wie sie etwa der Nachwuchs von Blau-Weiß Linz dringend benötigen würde, vorhanden. Potocnik: „Auch die Stadtbahntrasse Station Lastenstraße ist in Zukunft nur 650 Meter entfernt und zu Fuß gut erreichbar. Langfristig also noch viel besser angebunden.“ Zur Umsetzung dieser Idee bräuchte es seitens der Politik aber Weitsicht, Vision und Mut: „Bevor das Areal von der ÖBB anderweitig genutzt oder verkauft und verbaut wird, müsste die Stadt schnellst möglich aktiv werden und die Chance ergreifen.“

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