• Dürre-Wüste statt grünem Band: Das etwa 23.000m2 oder etwa drei Fußballfelder  große Dach des Autobahntunnels zwischen Neuromed Campus und dem Wankmüllerhofviertel hat es diesen Sommer ganz besonders erwischt. Das nur etwa 50cm dicke, schattenlose  Erdreich auf der 560 Meter langen Einhausung wurde so richtig durchgegrillt.
In der Vergangenheit gab es bekanntlich immer wieder Vorstöße, die Fläche zu öffnen und urban nutzbar zu machen – als Fläche zum Garteln oder als Sport- und Spielplatz mit Sonnensegeln. Passiert ist bis dato nichts. Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik  brachte die Idee bereits 2020 erstmals in den Gemeinderat, blitzte bei den anderen Parteien aber ab. Es wäre das größte derartige Projekt in Europa gewesen. Linz pflanzte lieber in der Innenstadt einzelne Bäume um einen mittlerweile siebenstelligen Betrag. 

Die Einhausung Niedernhart wurde 2005 verwirklicht. Anders als beim angrenzenden Bindermichl-Tunnel wurde damals aber – wohl aus Kostengründen – auf die Möglichkeit einer Begehung, Querung und eine Nutzbarmachung verzichtet, obwohl das Dach mit einer Wiesenfläche bewachsen ist. „Schade, denn in vielen anderen Städten werden genau solche Flächen jetzt urban nutzbar gemacht. Genau an solchen Stellen könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand viel für die „Klimahauptstadt“ herausgeholt werden“, so Linzplus-Propeller Lorenz Potocnik .

Fotos: zVG
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Wirtesprecher Thomas Stockinger: Rückenwind vom neuen Staatsskretär Sepp Schellhorn

Thomas Stockinger lud zum gut besuchten Wirtestammtisch ins JOSEF Linz

10. März 2025
in Freizeit, Linz, Politik, Unterwegs
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Spannender Gastro-Gipfeltreff in Linz: Wirtesprecher Thomas Mayr-Stockinger lud zum Wirtstammtisch ins JOSEF auf der Linzer Landstraße. Ebenfalls mit dabei: der neue Staatssekretär für Deregulierun,g Sepp Schellhorn, selbst Top-Gastronom. Genauso wie Stockinger, der mit einer neuen Liste bei der Wirtschaftskammerwahl antritt, sagt Schellhorn dem Fachkräftemangel, den immer weiter ausufernden Vorschriften und dem Bürokratie-Wahnsinn den Kampf an. Dutzende heimische Wirte und Gastronomen waren vor Ort mit dabei. Für Stockingers Aussage „Den Wirten wird zunehmend die Luft zum Atmen genommen“, gab’s breiten Applaus.

Eine „Koalition der Praktiker über Parteigrenzen hinweg“ nennt der jahrelange Wirtesprecher Thomas Mayr-Stockinger seine Liste für die Wirtschaftskammer-Wahl (12./13. März 2025). Dabei macht der jahrelange Wirtschaftsbund-Kandidat klar: „Ich trete nicht gegen jemanden, sondern für die schönste Branche der Welt an. Das klassische Wirtshaus hat Zukunft, genau dafür will ich mich einsetzen.“ 

Hochkarätiges Wirtetreffen im JOSEF Linz (v.l.): Günther hager, Staatssekretär Sepp Schellhorn und Wirtesprecher Thomas-Mayr-Stockinger. (Foto: zVg)

Thomas Mayr-Stockinger war bereits in den vergangenen Jahren Wirtesprecher und vertrat in dieser Funktion tausende Betriebe in OÖ – und hier vor allem die „Kleinen“ mit bis zu zehn Mitarbeitern. Er tritt bei der WK-Wahl mit einer offenen, unabhängigen Liste an, die die Branche in den Vordergrund stellen will – und nicht politisches Hickhack. U.a. mit an Bord: der renommierte Linzer Gastronom Harald Katzmayr vom PIANINO und Manfred Traunmüller (Donau Touristik), die den Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband vertreten. Weiters dabei Gerhard Edelsbacher vom unabhängigen Wirtschaftsnetzwerk. Auch JOSEF-Wirt Günther Hager steht hinter Stockingers Liste.

Beim gut besuchten Wirtstammtisch im JOSEF war auch Sepp Schellhorn als Top-Podiumsgast mit dabei. Schellhorn ist nicht nur ein Vorzeigegastronom mit mehreren Betrieben,  sondern seit 3. März 2025 auch Staatssekretär für Deregulierung im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten. Viele kenne ihn auch durch seine Kochvideos die immer mit der Frage „Sepp was machst du?“ beginnen. Auf TikTok folgen ihm fast 200.000 User, auf Instagram sind es 482.000.

„Wir müssen auch in unseren Wirtshäusern positive Stimmung verbreiten und dürfen nicht nur schimpfen.“

Neben weniger Auflagen und weniger Bürokratie kämpft Schellhorn auch für faire Preise in der Gastronomie: „Wenn es in jedem Möbelhaus ein Restaurant gibt, in dem man ein Schnitzel aus Moldawien um 3,50 tiefgefroren in die Fritteuse schmeisst, damit sich der Kunde danach eine Polster aus Bangladesh kauft, dann ist das nicht richtig.“ Thomas Mayr-Stockinger sieht das ähnlich: „Der größte Wirt Österreichs macht sein Hauptgeschäft mit Möbeln.“

Auch mit den unzähligen Vereins- und Klubheimen wie etwa bei der Feuerwehr geht Schellhorn hart ins Gericht: „Dort gelten keine Regeln, kein Rauchverbot und um zehn Euro geht man mit fünf Bier heim.“ Hier müsse endlich Waffengleichheit herrschen, so Schellhorn. Eine erfolgreiche Arbeit für die Gastronomie liege aber nicht nur an den Interessenvertretungen und der Politik, so der neue Staatssekretär: „Wir müssen auch in unseren Wirtshäusern positive Stimmung verbreiten und dürfen nicht nur schimpfen.“

„Es geht darum, zusammenzuarbeiten. Nicht in der politischen Blase, sondern im echten Leben. Die Praxis muss immer im Vordergrund stehen.“

Thomas Mayr-Stockinger sagt: „Die meisten Gastro-Unternehmen sind Kleinst- und Familienbetriebe mit viel Tradition, wo die Gaststube das Wohnzimmer ist. Von den 4.000 reinen Gastronomiebetrieben in Oberösterreich haben 90 Prozent weniger als zehn Beschäftigte. Genau diese brauchen eine starke Stimme.“ Als konkretes Beispiel zur überbordenden Bürokratie nennt Stockinger die „Deregulierungskommission“, die vor zehn Jahren von der damaligen Regierung eingesetzt wurde – leider völlig ohne Wirkung: „Seit damals wurde es aber nicht besser, sondern noch schlimmer. Höchste Zeit, dass sich endlich was ändert.“

Mayr-Stockinger will mit seiner Kandidatur erreichen, dass sich „die Wirtschaftskammer wieder stärker an den Bedürfnissen der Betriebe orientiert. Es geht darum, zusammenzuarbeiten. Nicht in der politischen Blase, sondern im echten Leben. Die Praxis muss immer im Vordergrund stehen.“  Seine Forderungen liegen auf dem Tisch: „Bewahrung von Tradition und Vielfalt, Digitalisierung, der Abbau von unnötiger Bürokratie und eine spürbare steuerliche Entlastung, um die Betriebe rentabel zu halten. Auch der Fachkräftemangel ist ein großes Thema.“

 

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