• Es ist fast schon absurd, was in Linz abgeht: Wieder mal wird darüber diskutiert, Sitzgelegenheiten in der Innenstadt - etwa beim Volksgarten - abzubauen, damit sich keine „falschen“ Personen darauf niederlassen. 
Statt die Innenstadt nachhaltig aufzuwerten und gleichzeitig aktiv für mehr Sauberkeit und Sicherheit durch Kontrollen zu sorgen (dieses Geld will man sich offensichtlich sparen), zieht man sich zurück und macht die City so unattraktiv wie möglich - und schränkt damit auch die Lebensqualität der Bewohner ein. Der Ordnungsdienst etwa kontrolliert fast nur mehr Falschparker, statt für Ordnung und Sicherheit zu sorgen.
👉 In Wels zeigt man, dass es auch anders geht. Dort macht man sich seit Jahren aktiv Gedanken, wie man die Innenstadt aufwerten und lebenswerter macht. Linz geht den anderen Weg und resigniert. 😕
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Gesucht: Ein neues Wahrzeichen für Linz

25. Dezember 2016
in Linz
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Ein “Leuchtturm, der als Anziehungspunkt zwischen Zentrum und Hafenviertel unschätzbare Impulse für die Stadtenwicklung bringt” soll bis 2023 im westlichen Teil der Tabakfabrik entstehen. NeuBau 3 nennt sich das Projekt, für das jetzt Investoren gesucht werden. “Alles ist möglich, es gibt keine Denkververbote”, sagt Bürgermeister Klaus Luger zum EU-weiten Bieterverfahren. Der Startschuss fällt beim Open Day am 30. Jänner 2017.

Anstelle des nicht denkmalgeschützten Zubaus im Westen soll mit dem NeuBau 3 eine neue Landmark entstehen, die der visionären Architektur von Peter Behrens ebenbürtig ist. Das Projekt soll das bis dato von seiner Umgebung großteils abgeschottete Fabrikareal öffnen und eine umfassende Infrastruktur für die Mieter der Tabakfabrik gewährleisten. „Ein Bauwerk, das die östlichen Gewerbegebiete aufwertet und als Magnet zwischen Zentrum und Industriehafen wirkt“, hofft Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden.

Gesucht werden Partner, die mit ihrer Investition ein verwegenes neues Gebäude schaffen. „Wir erwarten uns architektonische Glanzleistungen, die internationale Signalwirkung entfachen. Geben Sie uns Antworten auf der Höhe der Zeit, seien Sie kompromisslos, seien Sie wagemutig. Und vor allem: Geben Sie der Zukunft von Linz eine Gestalt“, sagt Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz.

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Konzeptstudie für den NeuBau 3 in der Tabakfabrik Linz

Hochhaus, Parkgarage, Hotel
Eine EU-weite Ausschreibung des Projekts soll eine Wettbewerbssituation schaffen und zu besonderen kreativen Höhenflügen anspornen. Alles ist möglich, gestalterische Vorgaben gibt es keine. Auch ein Hochhaus wäre laut Luger denkbar. Die Trassenführung der neuen Straßenbahnachse ist jedoch zu berücksichtigen. Die Nutzung soll jedoch eher kommerzieller Natur sein: Handel, Gastronomie, Dienstleistungsbetriebe, eventuell auch ein Hotel. Fix soll eine große Parkgarage errichter werden, um der aktuellen Parkplatzmisere rund um die Eishalle und die Tabakfabrik entgegenwirken zu können.

V.l.: Chris Müller (DIrektor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Entwicklung TFL), Markus Eidenberger kaufm. Direktor TFL) und Bürgermeister Klaus Luger
V.l.: Chris Müller (Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Entwicklung TFL), Markus Eidenberger (kaufm. Direktor TFL) und Bürgermeister Klaus Luger

Start zum Bieterverfahren am 30. Jänner 2017
Auftakt für das EU-weite Bieterverfahren wird der Open Day am 30. Jänner 2017 sein. Dabei werden Investoren und Architekten in die Tabakfabrik Linz eingeladen, um sich vor Ort und aus erster Hand über das Projekt NeuBau 3 zu informieren. Die erste Stufe des Bierverfahrens (bis Sommer 2017) ist als „Markterkundungsphase“ konzipiert und richtet sich an potenzielle Investoren gemeinsam mit anerkannten Architekten, ihre Überlegungen einzubringen. Die Stadt Linz wird auf Basis dieser ersten Ideenrunde ihre Vorgaben dafür festlegen, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Ausmaß Änderungen der Bebauungsgrundlagen möglich erscheinen. Dann folgt das eigentliche Angebotsverfahren.

Mögliche Fertigstellung bis 2023
Im zweiten Verfahrensschritt (bis Ende 2018) können die Bieter dann verbindliche Angebote bestehend aus einem Preisangebot und einem Projektvorschlag legen. Eine top-besetzte städtische Kommission wird die Projekte beurteilen, ob die städtebaulichen und architektonischen Kriterien erfüllt sind. Zuschlagskriterium ist dann der gebotene Bauzins. Eine Fertigstellug des Projekts ist aus heutiger Sicht bis 2023 denkbar.

Weitere Infos: https://www.youtube.com/watch?v=oYyINQxRvEc

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