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Wenn grüne Träume auf Panikmache treffen

Anti-Atom-Panikmache mit Vergleichen aus dem vorigen Jahrtausend

22. April 2026
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40 Jahre nach dem Atomunfall in Tschernobyl warnt der grüne Landesrat Stefan Kinder einmal mehr vor der Atomkraft – und präsentiert dazu eine Studie der BOKU Wien. Die Nachwirkungen würden „immer noch in unseren Böden“ stecken. Was er allerdings auch eingestehen muss: Oberösterreich liegt im und teils sogar klar unter dem Bundesländerschnitt bei Krebserkrankungen. Auch hat ein Immer-noch-Heranziehen eines Unfalls, der vor 40 Jahren in der untergehenden marodierenden Sowjetunion der 198er-Jahre in einem schon damals veralteten Schrottrekator passierte, absolut nichts mit der modernen Generationen von Atomreaktoren zu tun. Das wäre in etwa so, als würde man heute in kein modernes Flugzeug steigen, weil damals doch die JU-36 so oft abstürzte. 

„Wer jetzt in Atomkraft investiert, verschwendet Zeit, Geld und Sicherheit, auf Kosten der Menschen in Oberösterreich“, so Kaineder. Klingt verträumt, ewiggestrig und ist leider völlig an der Realität vorbei. Immer mehr Länder sind laut Kaineder auf einem Irrrweg (oder einfach zu dumm?) und setzen auf moderne Atomkraft – nicht nur aus Umweltschutzgründen (moderne AKWs haben null CO2-Ausstoß), sondern weil es in Zukunft gar nicht anders geht. Das ist Kaineder egal, er umschifft die Frage, wie der künftig extrem ausufernde Hunger nach Strom gestillt werden soll – Stichwort KI oder E-Mobilität. Mit einem, zehn, 100 oder selbst 1.000 Windrädern (aktuell sind es 32) in OÖ wird das niemals bewältigbar sein, Windkraft ist bestenfalls eine Ergänzung.

Dazu nur ein Beispiel: Der Internet-Riese Google baut bekanntlich  in Kronstorf unweit von Linz ein Rechenzentrum. Damit entsteht in OÖ nach der voestalpine durch den Umstieg auf die Produktion von „Green Steel“ ein weiterer XXL-Stromverbraucher. Das Rechenzentrum wird mehr Strom verbrauchen als alle Haushalte in OÖ zusammen, in Summe werden 5-6% des Gesamtstromverbrauchs von Österreich benötigt. Woher die gewaltige Menge an (grünem) Strom kommen soll, weiß keiner.

Der Stromverbrauch entspricht laut einer Einschätzung der Austrian Power Grid etwa jenem von 900.000 privaten Haushalten pro Jahr – zum Vergleich: in OÖ gibt es aktuell 676.000 Haushalte. In diesen Berechnungen geht es immer nur um „Haushalte“ – der um ein Vielfaches größere Energiehunger der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens bleibt in diesen „Haushalten-Rechnungen“ stets ausgespart. Alleine das Google-Rechenzentrum wird ca. 3,5 TWH verbrauchen – alle Haushalte in OÖ zusammen benötigen etwa 2,5 TWH.

Mit grünem Strom unmöglich zu schaffen
Die aktuell 32 Windkraftanlagen in Oberösterreich produzieren aktuell jährlich rund 0,115 TWh (115 Millionen Kilowattstunden) Strom. Alleine für das Google-Projekt bräuchte es somit in Summe etwa 900 Windkraftanlagen – oder 30mal so viele wie der aktuelle Bestand. Die Photovoltaikanlagen in Oberösterreich haben im Jahr 2024 etwa 1,8 TWh Strom erzeugt.

Auch sonst sind die Vorteile eines solchen Rechenzentrums überschaubar und ökologisch zweifelhaft, weil zwar enorm viel Fläche verbraucht wird, aber nur eine Handvoll Arbeitsplätze entsteht – 100 bis 200 sollen es auf dem 70 Hektar großen Areal, das dazu extra versiegelt wird, sein, wobei die genaue Zahl variiert. Typischerweise sind es Techniker, die sich um die Installation, Wartung und Reparatur der IT-Hardware kümmern.

Dass zukünftig auf Regionen und Länder eine besondere Herausforderung in Sachen Stromverbrauch zukommt, zeigt Irland, ein beliebter Standort für Datenzentren. Dort gehen Schätzungen davon aus, dass Rechenzentren bis 2029 satte 27 Prozent des Energiebedarfs beanspruchen werden.

Österreich will sich bekanntlich laut einiger Politikeraussagen zum Zentrum der KI machen. Auch dieser Bereich ist enorm stromhungrig. Alleine das Generieren eines einzigen Bildes via Texteingabe verbraucht so viel Energie wie eine halbe Handyladung. Gleichzeitig macht KI aber auch Industrie, Wirtschaft und Produktionsschritte einfacher und somit den Natur- und Klimaschutz effizienter.

Der Weg zu Grünstrom-Komplettversorgung ist für Österreich aber auch ohne Googles Stromhunger noch sehr weit: Aktuell gibt es in ganz Österreich 1.451 Windkraftanlagen. „In Summe kann für das Jahr 2030 mit einem realisierbaren Windkraftpotential von 7.500 MW Leistung und einer jährlichen Stromproduktion von 22,5 TWh mit 2.100 Anlagen gerechnet werden“, heißt es seitens der IG Windkraft. Das ist unter dem Strich nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, weil in dieser Zeit der Stromverbrauch weiter exorbitant steigt – Stichwort E-Mobilität.

„In Oberösterreich versorgen Erneuerbare Energien bereits hunderttausende Haushalte mit sauberem Strom. Und zwar ohne Strahlungsrisiko, ohne Atommüll-Problem, ohne gefährliche Laufzeitdebatten“, so Stefan Kaineder. Ja eh, aber erneuerbare Energien werden unseren unbändigen Stromhunger niemals stillen können, so sehr sich das so manch grüße Träumer auch wünschen.

Alleine die beiden voestalpine-Stahlwerke in Donawitz und Linz benötigen aktuell bereits um die 40 Terrawattstunden Energie pro Jahr für ihre Stahlproduktion (ein nicht unerheblicher Teil davon als Strom), Tendenz wegen der neuen Lichtbogenöfen stark steigend. „Der Energiebedarf der voestalpine wird zum größten Teil durch das eigene Kraftwerk sowie durch Fremdbezug gedeckt“, heißt es seitens des Konzerns. Oder anders gesagt: Was beim grünen Stahl bei der Produktion an CO2 eingespart wird, wird zu einem gewissen Teil somit gleichzeitig bei der Stromgenerierung im (Gas-) Kraftwerk ein paar Türen weiter generiert: Das ist – leider – übler Etikettenschwindel im allerschlimmsten Sinn. Grün ist am grünen Strom somit gar nix.

 

 

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